Archive for the ‘Bäume’ Category

Baum des Jahres 2012: Es ist die Lärche und nicht die Lerche

Sonntag, Januar 8th, 2012

Werbung für einen Baum

Es ist die Lärche und nicht die Lerche der Baum des Jahres 2012 in Deutschland geworden. Wäre es die Lerche, so wäre dies Schnee von gestern, genauer gesagt,  Schnee aus dem Jahr 1998, als die Lerche, genauer die Feldlerche, Vogel des Jahres wurde.

 Angeblich wurde das ä für den Baum Lärche und das e für den Vogel Lerche extra eingeführt, damit die beiden Worte nicht verwechselt werden. Wobei ein kleiner Vogel und ein mächtiger Baum eigentlich nicht zu verwechseln sind. Das ergibt sich schon aus dem Zusammenhang eines Textes. Da haben die Chinesen mit ihren zum Teil fünf verschiedenen Bedeutungen für nur ein Schriftzeichen, ganz andere Hürden gemeistert. (more…)

Frau Holle im Holunder

Freitag, Mai 13th, 2011

Der Holunderstrauch, scheint einem dem Menschen sehr zugeneigte Pflanze zu sein. Sie siedelt sich gerne in seiner Nähe an, ist scheinbar unverwüstlich,  hat Blüten und Beeren, aus denen sich leckere Säfte für den Sommer und den Winter machen lassen, sowie Heilmittel  zur Stärkung und als Schutz gegen Erkältungen. Er wird auch ähnlich alt wie ein Mensch,  nicht viel älter als 100 Jahre.

 

Es scheint eine wohlwollende Kraft  in dem Holunderbaum zu leben. So glaubten es unsere Ahnen, denn sie wiesen dem Strauch die Kräfte der Göttin Freyr zu, die zur Wintersonnenwende mit den Kräften der Finsternisse kämpft, um als Gewinnerin wieder das Rad der Jahreszeiten weiterzutreiben.

In dem Märchen Frau Holle, ist diese Göttin bis heute lebendig.

 

Einige Stellen in dem Märchen Frau Holle, weisen direkt auf den Holunderstrauch hin.

 

Zum Einen  ist es der Standort am Brunnen, von wo aus, die beiden Mädchen Frau Holle finden. Der  Holunder bevorzugt feuchtere Standorte, und gilt als Zeigerpflanze für Wasseradern. Diese Eigenschaft und den Schutz der Göttin kann derjenige nutzen, der  die frei wachsenden Standorte der Pflanze beobachtet. Wachsen in gerader Linie vor einem Haus und hinter einem Haus Holundersträucher, und liegt das Bett im Schlafzimmer des Hauses direkt in dieser Linie, dann ist es ein guter Hinweis, den Bettplatz umzustellen, oder zumindest einen kundigen Rutengänger hinzuzuziehen. Unter dem Bett könnte sich eine Wasserader befinden. Die Betten ausschüttelnde  Frau Holle, weiß um solche  nächtlichen Störquellen.

 

Als Zweites die weißen Blüten. Sie erinnern direkt an die weißen Federn von Frau Holle, die, wenn sie ihre Betten macht, es auf der Erde zu schneien beginnt.

 

Zum  dritten die gelbgoldenen Pollenspitzen auf den weißen Holunderblüten. Im Märchen sind es die Goldtaler, mit dem die fleißige Schwester belohnt wird.

 

Das Pech, mit dem die faule Schwester überschüttet wird, findet sich in den schwarzen Beeren  des Holunderstrauchs wieder  und sind der vierte Hinweis auf den Holunderstrauch in dem Märchen  von Frau Holle.

 

 

Bleiben mir noch zwei Fragen offen:

 

1. Wie kann es sein, dass Frau Holle durch den Sprung in den Brunnen ( also nach Unten in die Anderswelt) gefunden wird, sie es aber von Oben auf uns herabschneien lassen kann ?

 

2. Was hat das mit der Redewendung : “Holla die Waldfee”, zu tun ?

 

Aber das bekomme ich auch noch raus.

Die Elsbeere - Baum des Jahres 2011

Sonntag, Dezember 12th, 2010

Die Elsbeere

Baum des Jahres 2011

 

Photo taken by Jan-Herm Janßen. Thank you.

 

Die Elsbeere ist eine 15 bis 25 Meter hoch werdender Laubbaum aus der Gattung der Mehlbeeren ( Sorbus) und ist somit  mit der Eberesche und dem Speierling verwandt.

Sie hat im Mai weiße lockere Doldenrispenblüten, im Sommer bräunliche etwa 1,5cm verkehrt eiförmige bräunliche Früchte und im Herbst eine gedeckt goldgelbe bis leicht rötliche Blattfärbung.

Ein Baum, der in allen Jahreszeiten etwas zu bieten hat.

 

Die Elsbeere bevorzugt wärmere nach Süden exponierte Hanglagen und hat sein Hauptverbreitungsgebiet in Süd- und Mitteleuropa bis Asien. In Deutschland wird dieser Waldbaum nur selten als Solitärbaum gepflanzt.

 

Auf den ersten Blick sieht die Elsbeere aus wie eine Mischung aus Weißdorn und Eberesche. So verwundert es mich nicht, dass der  schwedische Naturforscher   Carl von Linne ihn zunächst zu den Weißdorngewächsen zuordnete ( Crataegus torminalsis). Eine Zuordnung die ich durchaus teile, zumal sie von ihrem  Charakter und ihrer mythologischen  Bedeutung  her, den Weißdörnern ähnelt. Der deutsche Botaniker Nepomuk von Crantz ordnete sie 10 Jahre später , im Jahr 1769 den Mehlbeerengewächsen ( Sorbus) zu, und so ist es bis heute geblieben.

 

Das  rötliche Holz der schönen Else ist sehr hart und zudem das  teuerste heimische Holz. Es wird von Musikinstrumentenbauern geschätzt, um Harfen, Flöten und Dudelsackpfeifen zu bauen. Aber auch im Innenausbau, wie in den Sitzungsräumen im deutschen Bundestag, wird das edle Holz verwendet.

 

Diese Verwendung, wird dem Charakter des Baumes gerecht.  Die schöne Else wirkt wie eine schützende weise Frau. Ein glückbringender Baum dem germanischen Donnergott Thor zugestellt, die Flüche und Unglück von einem Ort fernhalten soll. Somit ein Baum, der um Kultplätze herum  als Schutzpflanze verwendet wurde und sich gut als Hausbaum eignet, wenn er  sich in seiner Größe frei entwickeln kann. In Paderborn wurde vor 4 Jahren ein Elsbeerenbaumkreis , aus über 20 Bäumen, in einer Parkanlage, von mir  gepflanzt. Die kleinen Pflanzen müssen sich noch entwickeln. Aber so in 20 Jahren, wird der Baumkreis eine Baumzierde für die ganze Region sein.

 

Eine weitere Verwendung der Elsbeere ist , wie ist es sonst zu erwarten, die Verwendung der  Beeren der Elsbeeren - also der Früchte. Martin Luther orderte die Beeren für seine Frau, als Medizin ” wider den weichen Leib und Magen” . Sprich : Durchfall und Ruhr. Die Früchte sind nutzbar sobald sie Grünbraun sind, und ihre weißen Punkte sich absetzen. Manche schwören darauf, dass   zur Verwendung, ähnlich  bei den Schlehen, erst eine Nacht  Frost über die Früchte  gekommen sein sollte.

Heute wird vor allem in Österreich und Frankreich  ein edler und teurer Brand aus den Früchten destilliert. Es lassen sich auch leckere Marmeladen, Schokolade, Fleischfüllungen und ähnliche Dinge aus den Früchten herstellen. Aus den Blüten lässt sich, ähnlich wie bei den Holunderblüten, ein kräftig schmeckender Sirup herstellen, der gut zu Sekt passt.

Im Garten angepflanzt, ist die Elsbeere  ein kostbarer Schutzbaum, und eine kleine Wertanlage. Sie  eignet sich für mittelgroße Gärten wo sie gerne an einem sonnigen Platz stehen sollte, an dem sie sich frei entwickeln kann. Ein Baum, der zurecht als Baum des Jahres ausgesucht wurde, und gerade im Zeichen des Klimawandels zu trockeneren Sommern, öfter gepflanzt werden sollte.

Glückwunsch an die Jury.

 


Individuelle Augenblicke im Herbst

Samstag, Oktober 9th, 2010

Jedes Blatt fällt nur ein mal vom Baum.

S.C.

Baumpicknick bei Monsumregen ?

Freitag, August 27th, 2010

Na hoffentlich wird auf Grund der monsunähnlichen Regenfällen,  unser erster Baumpicknick von Denk mal Baum nicht ins Wasser fallen. Aber so ist das halt, in Zeiten des Klimawandels.


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Natur-  und Baumbegeisterte,

 

die Gruppe „Denk mal Baum“ aus Bielefeld lädt ein zum Picknick unter alten Hofbäumen am Sonntag, 29.08.2010 von 15-18 Uhr.

Ort des Geschehens ist der Wilckenhof in Bielefeld-Brake, Engersche Str. 333. Er liegt zwischen Obersee und Brake (stadtauswärts auf der Linken Seite).

Parken an der Engerschen Straße. Buslinie 51 ab Schildesche Stadtbahn um 14.30 Uhr und 16.30 Uhr bis Brake, Fehmarnstraße. Rückfahrten 16.10 Uhr und 18.10 Uhr. Toiletten vorhanden.

 

Bitte bringen Sie eine Picknickdecke sowie Speisen und Getränke selber mit! (Sie dürfen aber gerne auf der Nachbardecke ein wenig klönen und naschen.) Wir verkosten Apfelsaft von Streuobstwiesen.

 

Für ein kleines Kulturprogramm mit Gedichten, Liedern und Geschichten rund um Linde, Eiche, Buche usw. ist gesorgt. Haben Sie selbst ein Gedicht o.ä. auf Lager? Bitte melden Sie sich bei uns, wir arrangieren das kurzfristig.

 

Weiter informieren wir über Themen der Baumbiologie, Baumpflege und Baumschutz.

U. a. wird Seilklettertechnik als Zugangstechnik für das Arbeiten an bzw. in Bäumen demonstriert.

 

Das Faltblatt zum Picknick gibt es >> hier als PDF (7 MB) <<.

 

Wir bitten darum diese Information weiterzuleiten und freuen uns auf Ihr Kommen !

 

Mit freundlichen Grüßen

Exkursion Emsquellen und Senneheide

Sonntag, Mai 30th, 2010

Mit dem Naturwissenschaftlichen Verein Bielefeld im Mai 2010 in die Senne zu den Emsquellen:

Überall gibt es etwas zu entdecken. Grillen, Eidechsen, Heidekraut.
Am Rande: ” hörst du die grillen?” - ” nö. ich rieche nichts.”

Die Jungs fangen ein Zauneidechsenweibchen

Und auch eine männliche Zauneidechse

Das Sumpfveilchen. Elfenhafte Farbe und Gestalt.

Exkursion Denkmalbaum 2010 - Femeeiche

Freitag, Mai 21st, 2010

  Selbstbildnis des Fotografen

Der jüngste Teilnehmer ( 8 Jahre) , der diesjährigen  ersten Zeitreise zu den  alten Baumveteranen, hat die Exkursion durch seine `geheimen` Fotos dokumentiert. Bilder der fast 1000 jährigen  Femeeiche in Erle mit  den Exkursionsteilnehmern, Baumhöhlen, Tiere  und alles was so wichtig war. Sozusagen aus einer etwas anderen  Perspektive.

Hier eine kleine Auswahl:


Filmtipp: Deutschlands ältester Baum

Dienstag, April 27th, 2010

Deutschlands  älteste Bäume.

Filmtipp:

Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5

Mit  Baumgrüßen

Busreise zu ehrwürdigen Bäumen ab Bielefeld am 25.04.2010

Mittwoch, April 14th, 2010

Schon zum dritten mal führen wir von”Denk mal Baum” aus Bielefeld, Reisen zu alten Baumveteranen in Nordrheinwestfalen durch. Mein Part sind Beiträge zur Kultur. Also Gedichte und Geschichten über Bäume. Ich bereite mich gerade auf Esskastanien vor. Sie gehören mit zu meinen Lieblingsbäumen.Wer möchte, möge sich anmelden. Die letzten Busreisen waren alle bis auf den letzten Platz belegt. Drum entscheidet Euch und Sie sich hurtig.

  Auf einer Tanzeiche  2009

Frühlings-Zeitreise zu ehrwürdigen Eichen und Esskastanien,
merkwürdigen Eiben und Hexenbuchen in der Hohen Mark
(Münsterland)

Die Fem-Eiche von Raesdorf-Erle  ist mit über 1000
Jahren eine der ältesten Eichen Deutschlands und Höhepunkt unserer dritten Zeitreise zu Baumveteranen.
Die Bielefelder Initiative »Denk mal Baum« lädt für Sonntag, den 25. April 2010, wieder zu einer
ihrer beliebten Zeitreisen ein. Die beiden ersten Exkursionen führten zu Baumveteranen in den
Kreisen Lippe, Höxter, Minden-Lübbecke und Schaumburg und zogen jeweils über 40 Interessierte
an.
Unsere dritte Tour führt in den Naturpark Hohe Mark, eine Hügellandschaft zwischen
nördlichem Ruhrgebiet und Münsterland. Sein Kernstück, die eigentliche Hohe Mark bei Haltern
am See, ist waldreich, fast unbewohnt und lockt uns unter anderem mit acht seltsam verdrehten
„Hexenbuchen“ auf dem Waldbeerenberg. Es handelt sich um Süntelbuchen, wie wir sie schon
letztes Jahr im Kreis Schaumburg kennen gelernt haben. Der Naturpark ist auch bekannt für seine
Hochmoore, Stauseen, Wasserschlösser und die Dülmener Wildpferde im Merfelder Bruch.
Höhepunkt der Exkursion wird der Besuch der Femeiche von Raesfeld-Erle. Mit über 1000 Jahren und rund 12 Metern Stammumfang gehört sie zu den ältesten und dicksten Eichen
Deutschlands. Im Mittelalter war sie Tagungsort eines westfälischen Femegerichts und zugleich
Hinrichtungsstätte. Klaus Werner, Vorsitzender des Heimatvereins Erle, wird uns einiges zu ihre langen und bewegten Geschichte erzählen und auch durch eine kleine Ausstellung im dortigen Heimatmuseum führen.
In der Initiative »Denk mal Baum« arbeiten Baumfreundinnen und –freunde aus Bielefeld und
Umgebung zusammen. Gegründet wurde sie 2008 vom Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND Bielefeld) und dem Naturwissenschaftlichen Vereien für Bielefeld und
Umgegend.
Sonntag, 25. April 2010, 8.00-17.30 Uhr (ca.)
Abfahrt des Busses am Kesselbrink in Bielefeld. Erwachsene 20 €, Kinder 12,50 €.
48 Plätze. Anmeldung bei Silke Berger, Tel. 0521/ 41 14 04 (ab 19 h), berger.silke@gmx.de
Pressekontakt: Mathias Wennemann, Tel. 0521/ 403 429, mwennemann@web.de
Internet: www.denkmalbaum.de

Reise zu den alten Baumveteranen in OWL 2010

Sonntag, Februar 28th, 2010

Die  Reisen der Initiative Denk mal Baum , zu den alten Baumveteranen in Ostwestfalenlippe und umzu, waren im letzen Jahr ein großer Erfolg. Die Gedichte zu den alten Bäumen, Lieder und biologisch Wissenswertes, fanden großen Anklang.

Sogar  die Presse war schon   einmal mit dabei. Mein Sohn Tom  hatte sich mit dem Fotografen und Berichterstatter Thomas Schöneich von der  der NW ” angefreundet”  und  ließ sich cool auf dem Ast einer alten Tanzlinde ablichten. Das Bild mit dem ganzen  Bericht findet ihr unter diesem Link:

http://www.korfftext.de/denkmalbaum/baumveteranen.pdf

Die nächste Baumreise findet  25. April 2010 statt. Anmeldungen bitte unter:

BUND Bielefeld, Jens Jürgen Korff
Tel. (0521) 305 4979, jjk<at>korfftext.de

Naturwissenschaftlicher Verein für Bielefeld und Umgegend, Mathias Wennemann
Tel. (0521) 403 429, mwennemann<at>web.de