Archive for the ‘Spiritualität’ Category

Psalm 104 - Ein Hasenproblem

Mittwoch, November 16th, 2011

Wenn ich mich mal mit Häschen  auseinandersetze…. ( stöhn) …….  kommt eins zum anderen.

Der Psalm 104 ist gewiss eine der schönsten und zugleich ältesten erhaltenen  Beschreibungen über unsere Erde. Selbst  Menschen ,  für die Gott so groß ist, dass sie sich gar nicht vorstellen können, dass es ihn gibt, werden von dem Textwerk angenehm berührt.

Ein Loblied auf unsere Erde.

Der Text wurde von Luther übersetzt, und Luther ist da ein kleiner  Übersetzungsfehler unterlaufen.  Hätte er als Übersetzung Murmeltier gewählt, wäre es richtiger gewesen. Aber Kaninchen?

Und seitdem sind die kleinen Viecher  heilige Tiere, die auf dem Fels ( Petrus) Schutz suchen.  - Wobei im Original  deutlich geschrieben steht, dass sie in den Felsspalten Schutz suchen…. wie dem auch sei.

Rein biologische betrachtet, sind die von Luther als vermeintliche Kaninchen übersetzten Tiere, erstaunlicherweise mit den Elefanten und Seekühen verwandt, was man den possierlichen Tierchen überhaupt nicht ansieht. Aber ich sehe meiner Schwester ja auch nicht ähnlich.

… ich schweife ab….

Ich habe mir erlaubt  den Psalm 104  in der Übersetzung von Luther, näher an die biologische Wirklichkeit anzunähern. Sozusagen ein update.

Wer den Namen des Tieres entdeckt und im Kommentar nennt, hat gewonnen. Zu gewinnen gibt es wieder ein mal was hübsches. Zumindest Erkenntnis.

( Der geneigte Atheist möge das Wort Gott und Herr  in Erde wandeln.  Am Ende des Textes ist  dann der Mensch gemeint. Denn der Erde sind Sünden fremd.)

Nun der Text. Psalm 104. (more…)

Sternenstaub: Eine kleine Geschichte über das Eisen in unserem Körper

Dienstag, August 16th, 2011

Sternenstaub: Eine kleine Geschichte über das Eisen in unserem Körper

Wie kommt eigentlich Eisen in unseren Körper ? Wir  benötigen es unter anderem  zum Transport von Sauerstoff in unserem  Blut. Wir nehmen Eisen durch Nahrung auf. Ursprünglich durch  Pflanzen.

Und wie kommt das Eisen in die Pflanzen?

Die Pflanzen  nehmen Eisen direkt vom Boden, von der Erde auf. Das  machen sie so seit vielen Milliarden Jahren. Seitdem Pflanzen aus dem Meer an Land gekommen und die äußere Steinöde unseres Planeten zusammen mit den abgestorbenen Tierkörpern, in  eine dünne Schicht Humus und Boden  umgewandelt haben. Mutterboden genannt.

Und wie kommt das Eisen in unseren Planeten?

Nun, als sich unsere Sonne und die darum kreisenden Planeten bildeten, da waren die Elemente , so auch das Eisen bereits als kleine Partikel  in einer Gaswolke vorhanden.

Wie ist denn diese Gaswolke entstanden und das Eisenelement mit ihm drin?

Das Element Eisen und andere schwere Elemente entstehen wenn eine sehr große Sonne, ein Stern also, als Supernova explodiert.

Die schweren Elemente entstehen während dieses Prozesses. Das ist relativ selten, dass ein Stern durch eine Explosion stirbt. Die meisten Sterne enden als sogenannte kalte Riesen. Bei diesem Prozess entsteht kein Eisen.

Aber was heißt schon selten, bei solch langen Entstehungszeiträumen. Unsere Galaxie, wir nennen sie Milchstraße, ist eine Art Werkstatt, in der ständig Sterne entstehen, sterben und sich wieder neu entwickeln. Viele Millionen Sterne mussten erst erlöschen, bis einer durch seine Masse sich in eine Supernova wandelt, und Eisen entstehen kann.

Dann braucht es noch eine ruhige Zone innerhalb der Spiralenarme unserer Galaxie. Nahe einer Sternenschmiede oder einer bevorstehenden Supernova, ist kein guter Platz, damit sich Leben entwickeln kann.

Und dann kann das Eisen von Lebewesen genutzt werden. Und am Ende der Lebensentwicklung auf unserem Planeten, stehen im Moment wir und alle anderen Mitgeschöpfe. Auch das war wieder ein langer Prozess mit noch unbekanntem Ausgang.

Warum ich das beschreibe?

Nun…. da möge sich jeder selber seinen Reim drauf machen. Philosophische wie religiöse.

 Ein kleiner Teil von uns , und das steht fest,  wurde durch eine Supernova gschaffen. Und die Idee unserer Ahnen, die Welt und unserer Leben wäre ein Schöpfungsprozess in Schritten, ist auch nicht von der Hand zu weisen.

(An Sylvia gerichtet:…. gäbe es einen Zollstock in zwei Meter Länge , der mit dem Urknall begänne, dann wäre  die Explosion der ersten Supernova in unserer Galaxie wahrscheinlich erst bei 1,98m… den Rest bis 2,00 habe ich kurz zusammengefasst….. aber ich weiß, du siehst das ganze nicht linear, und somit ganz  anders.)  

Wie dem auch sei. Es gibt  mehr , als unsere Augen sehen können: Das meiste am nächtlichen Himmel ist schwarz und hält alles zusammen.

S.C.

Und selbst wenn die Welt….

Mittwoch, Juli 13th, 2011

 http://www.youtube.com/watch?v=MQndyyAjOmE

Hinter dem   obrigen Link ist ein kleiner Filmausschnitt in dem Stephen Hawking sich selbst spielt. Einstein und Newton sind natürlich Schauspieler.

Gerade lese ( höre)  ich Stephen Hawking- Das Universum in der Nußschale

Habe ich das jetzt richtig verstanden?:

Selbst wenn das Zentrum des Weltalls, gerade in diesem Augenblick in sich zusammenstürzte und stürbe…… wir  auf der Erde, würden es erst Jahrmillionen Jahre später bemerken.

?

Viel Zeit um weiterhin Bäume zu pflanzen.

!!

Pfingsten- Alljährliches Gedenken an die Völkerverständigung

Sonntag, Juni 12th, 2011

Mit vielen christlichen Ritualen kann ich wenig anfangen. Ich versuche Sie dann auf den vemeintlichen  Ursprung zurückzuführen, oder nehme sinnähnliche Bilder aus anderen spirituellen Kulturen , die eine Ähnliche Botschaft haben..

“Wir sind alle nur die verschiedenen Wellen, auf der Oberfläche des Ozeans. ”

S.C.

Ich denke das passt sowohl für uns als einzelnes  Individuum, als auch  für die verschiedenen Rituale und Ausprägungen der unterschiedlichsten religiösen Glaubensgemeinschaften.

Es muß nicht immer Feuer sein, dass uns  das Bewußtsein bringt.

Kirchenhopping

Sonntag, Mai 29th, 2011

Wenn mir ein aktiver Christ und ein bekennender Atheist sagen, sie würden in die selbe Kirchengemeinde  zum Gottesdienst gehen, weil sie die Predigten des Pfarrers besonders ansprächen; dann lohnt es sich  gewiss diese Gemeinde  am Sonntag zu besuchen. Kirchenhopping sozusagen.

Der Pfarrer ist Hans Voß von der Martinigemeinde in Bielefeld- Gadderbaum.

http://www.martini-gadderbaum.de/

Nach dem Besuch kann ich beide verstehen. In der Predigt ging es heute um das Thema Beten. Eine Predigt von Hans Voß zu hören, ist keine verschwendete Zeit. Ein  schönes Ziel am Sonntag Vormittag. Für Atheisten und Christen.

Fragt der Mann den Rabbiner:” Wie soll ich denn recht beten, Rabbi?”  Fragt der Rabbi zurück:” Wie ging das denn mit der Sünde?” ” Ach”, sagte der Mann, ” die Sünde ging eigentlich ganz leicht, fast wie von selbst.”Der Rabbi:” Dann mach es mit dem Beten genauso.”

Osterrätsel 2011

Freitag, April 29th, 2011

Gesucht wird diesmal eine Kirche. Nicht irgendeine Kirche. Sie wird auch zurecht, die Mutter aller Kirchen genannt. Zumindest für einen bestimmten Baustil in einer bestimmten Region.

Die Kirche wurde im Krieg zerstört und wiederaufgebaut.  Der Türgriff an der Außenseite der Kirche gehört zu den neueren Details. Ich finde die Regenschirme sind ein schönes Bild, für das  schutzbietende  Dach einer Kirche.

Das innere der Kirche erinnert mich an einen hohen lichten Buchenwald. Hohe Säulen wie Baumstämme, streben gen Himmel, und sind mit floralen  Zeichnungen  geschmückt. Auffällig ist die ständige Erinnerung an den Tod. Kirchenfenster mit Totenschädel, Engel mit Totenschädeln, Wandmalereien mit Todenschädeln. Dazu eine Weltenuhr, die jedem namentlich zeigt, wie kurz die Dauer unseres Daseins im Bezug auf die Zeit Gottes bez. des Seins ,  ist.

Das Leben nur ein Totentanz? Ein Leben am Rande von Zerstörung, Krankheit und Krieg?

Gewiss nicht. Die Kirche gehört zu einem von über 50  Nagelkreuzzentren in Deutschland. Im Zeichen der Versöhnung  des Friedens und der Feindesliebe, hatte  der damalige Domprobst die Worte ” Father forgive”, in die Chorwand , der von deutschen Bombenangriffen zerstörten Kathedrale von Coventry , eingemeißelt. Das Orginalnagelkreuz  steht auf dem neuen Altar der Kathedrale von Coventry und wurde aus den Zimmermannsnägeln zusammengefügt, welche die Balken der mittelalterlichen Kathedralendecke zusammengehalten hatten.

Der Geist von Coventry beschreibt einen gewaltfreien Weg der Konfliktlösung. Er ist gegen Krieg und Vertreibung, fördert den Dialog zwischen Alt und Jung , zwischen Eingesessenen und Fremden, und mahnt gegen sexuellen Missbrauch.

Hier der Link zum Gebet, Vater vergib:

http://www.nagelkreuzgemeinschaft.de/liturgie/deutsch.html

Nun? Welche Kirche ist gemeint ?

Dieses Bild der gesuchten Kirche   aus dem Jahre 1847  dient als  Rätselhilfe. Zudem der Link, der sich beim  anklicken des Bildes zeigt. Er führt zur Pianistin Valentina Lisitsa, die in beeindruckender Weise, den Totentanz von Liszt spielt und sehr gefühlvoll interpretiert.

Zu gewinnen gibt es eine Postkarte mit dem neuzeitlichem Kirchenfenster, dass einen Totenkopf zeigt . Ich habe  sie dort im Osterurlaub erworben. Alternativ einen Abzug von meinem Bild vom Türgriff der Kirche mit der Regenschirmgemeinde. Der Gewinner wird ausgelost unter allen die mitmachen.

Locus iste - hier ist der Ort

Freitag, Februar 25th, 2011

Gewiss,

dieses Lied begleitet mich schon fast mein ganzes Leben. Ich habe es  sowohl als Sopransänger ( also vor meinem Stimmbruch)   als auch als Tenorsänger gesungen. Fall meine Stimme im Altern dunkler wird, werde ich es wohl möglich als Basssänger singen. Möglicherweise habe ich es so gar deutlich vorher, sozusagen am Beginn meines  aktiven Lebens gehört.

Locus iste,  von Bruckner komponiert.- Hier ist der Ort.

Ich weiß nicht, ob ich es schon einmal erwähnt habe….ich bin an einem Sonntag geboren.  Damals wurde in den Krankenhäusern  am Sonntag noch gemeinsam gesungen.  Christliche Lieder.

Meine Mutter ( Atheistin durch und durch)  hielt mich als gerade Neugeborenen Sohn in  Händen, und der Chor der Krankenschwestern und Pfleger  sangen  Lieder in der Messe. (Es war  Sonntag).

Der Chorgesang drang bis in das Zimmer meiner Mutter, in ihr  Ohr;  und mich im Arm haltend  dachte meine Mutter: “Wenn es einen  Gott gibt, dann muss es sich genau so anfühlen wie  gerade jetzt.”

Locus iste: Matz ab:

http://www.youtube.com/watch?v=aXJVXiEcQHk

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Ein  ergänzender Beitrag zum Bericht auf dieser Seite :

http://theomix.wordpress.com/2011/02/23/eine-frau-ohne-oder-mit-gott-meldet-sich-zu-wort/

Siehe  auch folgenden Beitrag:

http://christeleit.info/2010/03/17/wien-karlskirche-noch-nie-war-ich-dem-himmel-so-nah/

Wei wu wei - Nichts tun tun

Donnerstag, Februar 10th, 2011

[Tun nichts tun]

Sei locker, dann machst du es recht. Mache es recht, dann bleibst du locker.
Bleibe locker, und du handelst recht.
Der rechte Weg, locker zu werden, ist, den rechten Weg zu vergessen
und auch zu vergessen, dass er dich locker macht.

( Tschuang-tsem aus Merton,90)

Kaufen Sie Erlebnisse und keine Güter

Samstag, Januar 29th, 2011

Investieren Sie ihr schwer verdientes Geld in Erlebnisse mit anderen. Gehen sie ins Kino, in ein Konzert, machen sie mit anderen zusammen eine kleine Reise.   Laden Sie Menschen einfach mal ein und verbringen Sie die Zeit gemeinsam. Zum einen ist es einfacher zu geben als zu nehmen. Zum anderen ist dieses Geld  besser investiert um Glücklich zu werden, als in die Rate für ein neues Auto, oder  für einen neuen Fernseher. Investieren Sie in ihre Mitmenschen.

( Sinngemäß wiedergegeben  und mit eigenen Gedanken ergänzt, aus dem Buch: Wie Sie in 60 Sekunden ihr Leben verändern von Richard Wisemann . Danke an Theomix für dieses Buch)

Eine Männergruppe im Atlasgebirge

Sonntag, Januar 9th, 2011

Filmtreffen mit Schwester, Neffen und Patenkind im Kino:

Von Menschen und Göttern

Für Euch  die ihr den Film möglicherweise  nicht kennt, erst einmal der Trailer zu dem Film:

http://www.vonmenschenundgoettern-derfilm.de/

Ein bewegender Film über  Männer ( Mönche) in einem Kloster im Atlasgebirge, nach einer wahren Begebenheit.

Die Gesprächsform und das Miteinander der Mönche  erinnert mich ein wenig  an meine eigene Männergruppe und unsere Gesprächskultur.  Wir diskutieren miteinander, sprechen miteinander, mögen uns und halten uns aus. Die Diskussionsform ist mir vertraut. Wir leben natürlich nicht miteinander und haben kein festgeschriebenes  gemeinsames  Leitthema.

Die Mönche im Atlasgebirge haben ein gemeinsames Leitthema. Den Glauben. Der Film ist für mich  ein faszinierender Einblick in das Leben einer Männergemeinschaft, die sich Gott und Jesus,  aber  vor allem ihrer Gemeinschaft und dem Leben der Nächstenliebe,  als wichtigste Lebensvorgabe verschrieben haben.

Ein Weg, den ich selbst so nicht gehen würde. Der Film hat mich aber bewegt.

Ein Film mit grandiosen Schauspielern und einem zeitlos aktuellem Thema. Die Frage des Glaubens, als Minderheit in einem anders glaubendem Land, wenn sich der Glauben politisch radikalisiert. (Ein durch die Anschläge an  koptischen Christen,  und ihr Weihnachtsfest, in diesem Jahr wieder wahrgenommenes  Thema.)

Ein Film, über die Frage, wie wir miteinander umgehen. Wir Menschen als Individuen. Und die Frage des einen Gottes ( nenn ihn  Natur)  , des Urvaters aller Religionen . Das gilt für alle  Christen, Moslems und Juden die  aus dem Hirtenvolk der Israelis entstanden sind und die Liebe, die gegenseitige Wertschätzung, als wichtigste Maxime erkannt haben. (Das gilt natürlich für viele andere Religionen von uns Menschen genauso.)

Für die  Mönche im Atlasgebirge  ein Weg bis zur Selbstaufgabe.   Und es ist ein Film über die Vermischung von Macht und Religion, und deren üblen Auswirkungen auf  alle toleranten Menschen.

Auf Arte wurde der Film vorgestellt. Hier der Beitrag:

http://videos.arte.tv/de/videos/_menschen_und_goetter_begeistern_in_cannes-3224864.html

Ich finde: Sehenswert und Hörendwert.

Die Adventstür von Dietrich Bonhoeffer

Dienstag, Dezember 21st, 2010

“So eine Gefängniszelle ist übrigens ein ganz guter Vergleich für die Adventssituation; man wartet, hofft, tut dies und jenes – letzten Endes Nebensächliches – die Tür ist verschlossen und kann nur von außen geöffnet werden.”


(Brief an seinen Freund Eberhard Bethge, Gefängnis Berlin-Tegel am 21.11.1943)

Dietrich Bonhoeffer (* 4. Februar 1906 in Breslau; † 9. April 1945 im KZ Flossenbürg) war  lutherischer Theologe, profilierter Vertreter der Bekennenden Kirche und Teilnehmer am deutschen Widerstand gegen den Nationalsozialismus.


1.Advent - Von guten Mächten……

Sonntag, November 28th, 2010

Gemeinsames werkeln.  (Bild anklicken; bitte den Text hören, und die Bilder nicht beachten. Ich wünsche Euch und Mir den Sinn dieser Worte nur durchs Hören zu verstehen.)

Einblicke

Dienstag, November 9th, 2010

Besondere innere Einblicke  von mir bekam ich gestern, bei einer Fachärztin für Hinterseitiges. Ich möchte das Thema an dieser Stelle gar nicht weiter vertiefen, oder wie meine Lieblingsapothekerin sagte: “Da bohr ich jetzt  nicht weiter.”

Ich möchte nur ergänzen, das dieser sehr innere  Einblick, viel mit dem chinesischen I Ging Trigramm  Nr. 27 zu tun hat. Das beschreibt ehr den Eingang des Menschen. Den Mund. ( Mund, Zähne Ernährung)  Es geht dort im weitest Sinne darum, alles sorgfältig zu beachten, was durch  den Mund ein und ausgeht, nämlich Nahrung und Worte. Es geht auch um geistige Ernährung und Lebenswandel.

Es ist schon erstaunlich, wie ganz pragmatisch, das Innere mit dem Äußeren zusammenhängt. Und der Eingang und der Ausgang.

  Das Hexagramm 27 - Die Ernährung, der Mund, der Kiefer. (Bild von Ben Finney)

Hübsch ist, dass das Zeichen auch aussieht wie ein Mund. Lippe oben, Lippe unten, dazwischen die Zähne.

*v*: Im Maul des Haifisches

Freitag, August 27th, 2010

*v*  im EulenBlog:

Im Maul des Haifisches

Wer viel hat möge viel geben

Mittwoch, August 4th, 2010

Morgens beginnt mein Tag meistens im Auto . Nachrichten, Wortbeiträge, Musik und Kirche in WDR5.

Die Kirchenbeiträge sind für mich von sehr unterschiedlichem Nutzen. Manche finde ich platt und fast schon  fast peinlich, andere hochinteressant, mit klarer politischer oder spiritueller Aussage die mich durch den Tag begleiten.

Der folgende gehörte zu den letzteren:

12.07.10, Pfarrer i.R. Hans-Dieter Osenberg in Kirche im WDR:

“Wenn es um ausgleichende Gerechtigkeit geht, ist die Bibel glasklar. Im Lukasevangelium zum Beispiel: “Welchem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen. Und welchem viel anbefohlen ist, von dem wird man viel fordern.” (12,48)

Wenn ich innerhalb der Oppositionsparteien bei der letzten Wahl hätte Plakate entwerfen müssen, hätte ich nur diesen einen Satz darauf schreiben lassen. Mit Quellenangabe natürlich. Was dann passiert wäre, hätte mich brennend interessiert. Ob man der Bibel auch eine “Neid-Kampagne” vorgeworfen hätte?”

( Zum Anhören einfach den obigen Text anklicken)

Wer viel hat, der möge viel geben.
Ein Beitrag der evangelischen Kirche: Hier der Link zu dem ganzen Beitrag:

http://www.ekir.de/kirchezumhoeren/reddot/4489.php

Ich fühlte mich mit dieser Aussage auch an meine Plakataktion zur letzten Wahl erinnert.

In jedem Ende steckt ein Anfang drin

Freitag, Juli 30th, 2010

Am Endpunkt eines Zyklus, steckt schon der Keim für die Gegenbewegung.  Einatmen und ausatmen. In der Mitte des tiefsten Winters, werden die Tage wieder heller. Es ist der erste Schritt in Richtung Sommer. Der kleine weiße Kreis in der schwarzen Fläche des Yin und Yangzeichens beschreibt dies.

Dieser Wirkmechanismus gilt für alle Lebensprozesse. Auch für die menschlichen  Dramen und Tragödien. Einatmen, ausatmen. Es geht weiter.

Bischof Tutu sagte

Montag, Mai 31st, 2010

“Die Christen haben mich  nie daran gehindert  zu Glauben und an Gott zu zweifeln.”

( gesehen/ gehört in einem Interview mit  Bischof Tutu / ZDF Reportage )

Heidenspass oder Höllenqual ???

Freitag, Mai 7th, 2010

Wolf Biermann sagte vor 20 Jahren, als er auf sein Gottesverständnis angesprochen wurde:

” Ob ich Atheist bin, weiß Gott alleine.”

Diesen Satz kann ich für mich gut anwenden. In der nun folgenden Sendung, diskutieren Atheisten und Christen über ihr Glaubensverständnis. Eine spannende und wissenswerte Diskussion.

Durch diese Sendung bin ich auf Michael Blume gestoßen, den Mitautor des Buches, Gott, Gene und Gehirn.

Unter anderem diskutieren Michael Blume,  Schmidt Salomon, Ralf König und Jürgen Becker.

Heidenspass oder Höllenqual? - Geh mir weg mit Religion
Eine Sendung des WDR  Dezember 2008

Matz ab:

Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5

Glück gehabt - Warum Glaube nützt

Sonntag, Mai 2nd, 2010

Eigentlich wollte ich dieses Buch meiner Nachbarin zu ihrer Konfirmation schenken. Ich dachte es passt zu diesem Anlass:

Gott, Gene und Gehirn
Warum Glaube nützt
Die Evolution der Religiosität
von Rüdiger Vaas und Michael Blume erschienen im HIRZEL Verlag

Rüdiger Vaas ist Philosoph, Biologe. Dr. Michael Blume ist Religionswissenschaftler und promovierte über Neurohtheologie.

………………………………
Nun hat sich die Nachbarschaft auf ein gemeinsames Geschenk zu dem Anlass der Konfirmation geeinigt. Da mach ich jetzt mit, und kann nun in Ruhe dieses für mich wunderbare Buch lesen. Ein Buch das sich wissenschaftlich und religiös mit dem Thema Religion auseinander setzt, auf der Basis unseres Gehirns und der Evolution.
Darauf habe ich lange gewartet.

Glück gehabt.

( Michael Blumes Blog ist im Blogroll zu finden oder hier:
http://www.chronologs.de/chrono/blog/natur-des-glaubens)

Lächel dir im Inneren zu…..

Donnerstag, April 22nd, 2010

Der Weg zum Selbst.

Lächel dir im Inneren zu
und alle werden dir zulächeln. So einfach ist das.

(Eckhart Tolle)

Was sagt eigentlich der Kabarettprofi…

Dienstag, April 13th, 2010

…  zu religiösen, kirchlichen Dingen?

Heute mit Filmbeiträgen von Jürgen Becker

Das ich mich im Moment wieder mehr mit den Sinnfragen des Lebens beschäftige, hat vielfältige Gründe, die  unter anderem durch meine momentane Lebenssituation in seinem geschichtlichen Kontext, begründet sind.

Wenn ich meinen Kindern erklären soll, wie Gott es geschafft hat, uns Menschen nach seinem Angesicht zu schaffen, dann kommen die Fragen: Und die Dinosaurier, und die Qualle, und das Silberfischchen? Diese Tiere gab und gibt  es viel länger als uns !! Und warum sollte Gott nicht Abbild  alles Lebens sein- und nicht nur uns, wir Menschen ??

Und wo wohnt der eigentlich? Ist das nicht genau so wie mit dem Weihnachtsmann, dem Osterhasen und dem Klapperstorch??? Den gibt es doch gar nicht. Einmal gelogen, immer gelogen !!

Und in der Tat, helfen die schriftlichen  biblischen Überlieferungen nicht  immer weiter, und können die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse nicht erklären.

Aber auch sonst stehen religiöse Menschen ohne Humor, mit einem Schritt im Fundamentalismus und in der Klapse. Die wortwörtliche Erstarrung einer bildhaften Sprache ist für mich der Tot, jeden lebendigen Gedankens. Religiöse Spiritualität ist mit Humor einfacher besser zu begreifen

Was liegt näher , als einen Menschen zu rate zu ziehen, dem man vertraut, und den man mag. Der Kabarettist Jürgen Becker gehört für mich  dazu.

Ein Geschenk von Jürgen Becker

Schließlich hat Jürgen Becker mir schon einmal persönlich ein (gefülltes)  Glas Kölsch in die Hand gedrückt. Das Glas ziert noch heute die linke Ecke meines Küchenschrankes, und wird nur zu ganz besonderen Anlässen genutzt.

Darum jetzt der schon etwas ältere Beitrag von ihm:

Jürgen Becker erklärt die kirchlich/ christliche Sicht auf die Welt:

Teil 1
Teil 2
Teil 3
Teil 4
Teil 5

Als Zugabe:

Jürgen Becker im Gespräch

Jürgen Becker über Margot Käßmann

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Als nächsten Gast in dieser Rubrik werde ich Hans Dieter Hüsch begrüßen.

Der Hase, das Christentum und die Kirche von Stralsund

Sonntag, April 11th, 2010

Bild mit Hase, in der Marienkirche Stralsund

Der Hase und das Christentum, haben mehr Gemeinsamkeiten, als es zunächst scheint.

Gemeinsam ist ihnen, dass sie ursprünglich nicht in diese Landschaft gehören, und beide eingewandert sind. Beide kommen aus ursprünglich baumlosen Gegenden, der Hase aus den baumlosen mongolischen Steppen, das Christentum aus den Wüsten Vorderasiens und Ägyptens/ Palästina.

 

Hasen sind ungemein fruchtbar, und vermehren sich sprichwörtlich, fast so schnell wie Karnickel. Das Christentum hat als inneren Motor ebenfalls die Vermehrung, die Fruchtbarkeit und die Missionierung und ist somit auch auf schnelle Weiterverbreitung ausgelegt.

 

Da  der Hase durch sein Balzverhalten im Frühling zur Osterzeit auf den Äckern besonders auffällt, ( sonst ist der Hase ein ehr scheues Tier), und er in manchen Gegenden durch sein weißes Winterfell auffällt, ist eine Verbindung zwischen, der zeitlichen Erscheinung: ( Ostern), der weißen Farbe: (Reinheit) und der Vermehrung: ( Frühling, beginnendes Leben, Wiedergeburt) hergestellt.

 

 

Im Dom zu Paderborn, ist der Hase als Symbol für die Dreifaltigkeit: Vater, Sohn und Heiliger Geist, in dem bekannten Dreihasenfenster abgebildet. Dieses Wunder des Glaubens, wird durch das Wunder der Darstellung unterstützt. Die Drei Hasen, haben insgesamt nur drei Ohren, wobei aber jeder Hase für sich, zwei Ohren besitzt.

 

Nun… durch die  oben genannten Ausführungen, lässt sich das kleine Häschen auf dem Bild in der Marienkirche zu Stralsund immer noch  nicht erklären. ( Bitte auf den Hasen oben  klicken, dann erscheint der  bildliche Gesamtzusammenhang)

 

Das Bild zeigt die Geschichte der Vertreibung aus dem Paradies. Der Hase  sieht sich die beiden entgegen gesetzten Entwicklungen an. Der Hase steht dafür, sich entscheiden zu müssen: Entweder für den Lebensweg eines Menschen, der in sein Verderben läuft, oder für den Lebensweg eines Menschen, der sein Heil im Streben nach dem ewigen Leben sucht.

 

Diese Vorstellung aus dem Mittelalter auf den Hasen übertragen,   geht auf eine angebliche Beobachtung zurück, dass sich ein Hase, durch einen beherzten Sprung auf einen Felsen, vor seinen Verfolgern retten kann. Der Fels wird als der Fels Christus interpretiert, der den Verfolgten Schutz bietet.

Verlässt sich der Hase hingegen auf sein eigenes Laufglück, und läuft den Berg hinunter ins Tal, wird er leicht zur Beute.

 

Soweit die mittelalterliche Erklärung und meine eigenen morgendlichen Gedanken zum weißen Hasen in der Stralsunder Marienkirche am Ostersonntag. Alle Angaben wie immer ohne Gewähr. Vor allem die, ob Hasen sich tatsächlich bei Gefahr auf Felsen durch einen beherzten Sprung, retten können. Bei uns gibt zu wenig Felsen, um dies beobachten zu können.

 


Herr von Ribbeck zu.. von Achim Reichel vertont

Samstag, April 10th, 2010

Hi Sylvia,

ich weiß nicht was du meinst, in deinem letzten Beitrag über You tube.  Eines meiner Lieblingslieder (und Gedichte)  kann ich genauso abspielen wie immer.

Matz up:

http://www.youtube.com/watch?v=NF7fDn4xtqE

Nicht das wir Äpfel mit Birnen verwechseln.

Gruß Sven

Osterhase in Kirche entdeckt

Mittwoch, April 7th, 2010

Der Osterhase hat mich in Stralsund  über Ostern in der  St. Marienkirche überrascht.

(Übrigens ist die St. Marienkirche eine eindrucksvolle Kirche im spätgotischen Stil, die für einige Jahre, das höchste Gebäude der (im Westen bekannten)* Welt bildete. )*Zusatz: In unseren Geschichts- und Philosophiebüchern wird der Osten, Südamerika und Afrika meistens übergangen. Die Tempelanlagen in Südamerika, Tibet und Ägypten waren schon damals höher.)

Dort hatte ich ihn nicht erwartet, den Osterhasen. Ich hatte ihn bisher immer völlig losgelöst von der Kirche gesehen. Obwohl in Paderborn, das berühmte Dreihasenfenster mich schon auf den Hasen gebracht haben könnte.

Der Hase erblickt den christlichen Kosmos, auf einem Bild, rechts neben dem Altar.

Was mag sich das Häschen wohl denken?

Naket apes- we are children of evolution

Samstag, März 20th, 2010

(Videoclip bitte Bild anklicken)

Wien- Karlskirche: Noch nie war ich dem Himmel so nah

Mittwoch, März 17th, 2010

Lieber Jürgen und liebe Leser

Hier die versprochenen Bilder aus der Karlskirche in Wien. Im ersten Moment sieht  das christliche Gotteshaus aus wie eine islamische Moschee, so mit ihrer Kuppel und den beiden Türmchen, die sich wie Minarette  gen Himmel heben.

Soll mir noch einer mit dieser dusseligen Minarettendiskussion in Deutschland, Östereich und der Schweiz kommen.

Zumal es ja der selbe Gott ist. Im Inneren sieht man aber sehr deutlich, das die verschiedenen Glaubensrichtungen Gottes, die sich auf Abraham beziehen, sehr unterschiedliche Vorstellungen vom Himmel haben.

Die barocke Bildersprache in der Kuppel der Karlskirche ist opulent, kitschig und den Geschichten  der Gebrüder Grimms durchaus würdig. Und… Wundervoll.

Das ich überhaupt in das Heiligste des Himmels hinaufsteigen durfte, verdanke ich dem Umstand, dass das Gotteshaus gerade aufwendig renoviert wird, und für die Besucher die Möglichkeit besteht, mit einem Fahrstuhl und über Treppen, bis in die Kuppel des Gebäudes, und somit direkt an die Malereien heranzukommen.

Ein Glück , dass wahrscheinlich nur alle 200 Jahre dem Besucher gewährt wird. So konnte ich auch das Heiligste, des Heiligen sehen. Die Kuppe über der Kuppe. Dort war eine Taube abgebildet, die das  unendliche Licht und somit die Vorstellung von allem verdeckt.

Höher also als Gott und Jesus, die auf den Bildern in einem launigem Gespräch vertieft sind.

Das ist schon fast Naturwissenschaftlich und Philosophisch  richtig. Eine Taube die uns zeigt, das wir die Wahrheit unserer Existenz nie erblicken werden können.

Genug geplaudert. Lassen wir Bilder sprechen:

Meister Eckhart: Got ist ein , er ist ein versagen des versagennes

Mittwoch, März 3rd, 2010

Alliu dinc, sô sie geschaffen werdent, sô tragent si uf irm rücken, daz sie sich wandelnt.
Daz meinet, daz wir ein suln sîn in uns selben und gesundert von allem, und staete unbeweget suln wir mit gote ein sîn. Ûzer gote enist niht dan niht aleine. Darumbe ist ez unmügelich, daz in got iht gevallen müge anderunge oder wandelunge. Swaz ûz im suochet ein ander stat, daz endert sich. Got hât alliu dinc in im in einer vüllede; dar umbe ensuochet er niht ûzer im selben wan in der vüllede, al ez in gote ist.

 


Alle crêaturen hânt ein versagen an in selben; einiu versaget, daz si diu ander niht ensî. Ein engel versaget, daz er ein ander enist ensi. Aber got hât ein versagen des versagennes; er ist ein und versaget alle ander, wan niht ûzer gote enist.

 

Got ist ein, er ist ein versagen des versagennes.

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Alle Dinge tragen, so wie sie geschaffen werden, Wandelbarkeit auf ihrem Rücken.
Dies will besagen, dass wir Eins sein sollen in uns selbst und gesondert von allem, und stetig unbewegt sollen wir mit Gott eins sein. Außerhalb Gottes ist nichts als nur das Nichts. Darum ist es unmöglich, dass in Gott irgendwie Veränderung fallen könne oder Wandlung. Was außer sich eine andere Stätte sucht, das ändert sich. Gott aber hat alle Dinge in sich in einer Fülle, darum sucht er nichts außerhalb seiner selbst, sondern nur in der Fülle, wie es in Gott ist.

Alle Kreaturen tragen eine Verneinung in sich; die eine verneint, die andere zu sein. Ein Engel verneint, dass er ein anderer Engel sei. Gott aber hat ein Verneinen des Verneinens; er ist Eins und verneint alles andere, denn nichts ist außerhalb Gottes.

Gott ist Eins, er ist ein Verneinen des Verneinens.
(Meister Eckhart)